Clean Language Karten Spielregelvariationen

Anwendungsmöglichkeiten der Clean
Language Karten

Die Clean Language Karten enthalten bereits einige Anregungen zur Anwendung der Karten in Form einiger Spielregeln. Hier nun ergänzend einige weitere Spielregeln:

„Sechs aus Kraut und Rüben“

Spielregel für einen Coach und einen Klienten

Zieht man die Karten „per Zufall“ kommt nicht immer genau die passende Karte. Zufall und bewusste Auswahl lassen sich auch mischen.

Vorbereitung des Spiels: Legen Sie die beiden Joker „Einstiegsfrage“ und „Abschlussfrage“ neben den Tablot. Mischen Sie die restlichen Karten. Legen Sie die Einstiegsfrage auf den Tisch und legen Sie die sechs obersten Karten vom Tablot aufgedeckt daneben. Dann als achte Karte die Abschlussfrage. Die restlichen Karten bleiben im Stapel umgedeckt daneben liegen.

Sie beginnen das Coaching nachdem Sie dem Klienten die Spiel-Regeln erläutert haben:  Sie lesen die Einstiegsfrage vor und notieren den Antwortsatz. Achten Sie mit dem Klienten darauf, dass die Antwort eine erwünschte Lösung  (ein gewünschtes Ergebnis) enthält z.B. „Ich kann mit Alkohol zu meiner Zufriedenheit angemessen umgehen“,  und kein Problem („Ich trinke zu viel“) oder eine Abkehr vom Problem („Ich will weniger trinken“) darstellt. Dann wählen Sie aus den aufgedeckten Karten eine der Fragen aus und legen diese dann nach der Beantwortung auf einen neuen Stapel umgedreht ab. Ziehen Sie eine neue Karte vom Tablot und füllen Sie die Kartenreihe wieder auf. Ist der Stapel (Tablot) leer, stellen Sie die Abschlussfrage. Damit endet dieses Spiel.

Lassen Sie anschließend Ihren Klienten die erarbeiteten Ergebnisse notieren oder die Metaphern des Lösungsraumes aufmalen. Danach können Sie mit Ihrem Klienten ein Gespräch darüber führen, was er in diesem Coaching erlebt hat und was er denkt, was er als nächstes braucht.

„Schlüsselwort – Tiefseetauchen“

Spielregel für einen Coach oder Therapeuten und einen Klienten

Manchmal taucht eine Metapher in der Sprache des Klienten auf, die rätselhaft auf einen besonderen Lösungsraum hindeutet. Manchmal, weil die Worte des Klienten immer wieder gleich formuliert werden, mal weil sie besonders betont werden oder auch weil Sie merken, dass es gewichtige Aussagen zu sein scheinen, denen der Klient selbst ausweicht und darüber huscht. Sie notieren diese Kernaussage und wählen ein Wort, eine Wortphrase oder einen ganzen Satz heraus, den Sie mit dem Klienten näher beleuchten wollen. Wenn Sie nicht selbst eine Phrase auswählen wollen, legen Sie dem Klienten den wörtlich mitgeschriebenen Satz vor und bitten ihn, eine Phrase oder ein Wort auszuwählen mit der Frage „Und (dieser Satz) und wenn (dieser Satz) wo geht Ihre Aufmerksamkeit hin?“. Anmerkung: dieser Satz sollte keine Problemformulierung sein, sonst ziehen Sie in der nächsten Übung den Klienten in das Problem.

Wählen Sie die Karte mit der Frage aus „Und welche Art von X ist dieses X?“ und dazu sechs Karten mit „Und ist da noch etwas über X?“. Legen Sie diese sieben Karten nebeneinander auf den Tisch.

Beginnen Sie nun das Spiel, in dem Sie die vom Klienten ausgewählte Phrase aufgreifen: „Und PHRASE, und wenn PHRASE, welche Art von PHRASE ist diese PHRASE?“. Setzen Sie für das Wort PHRASE die vom Klienten ausgewählte Phrase wörtlich ein. Notieren Sie die Antwort des Klienten und stellen nun die sechs anderen Phrasen. Wiederholen Sie alle erhaltenen Aussagen wörtlich und verbinden Sie alle erhaltenen Antworten jeweils mit „und“ („Und Aussage 1, und Aussage 2, und Aussage 3, und Aussage 4 …) und ergänzen Sie am Ende der Aufzählung „und wenn PHRASE, ist da noch etwas über PHRASE?“. Stellen Sie die Frage sechs Mal entsprechend der Karten. Wenn nach der dritten, vierten oder fünften Karte die Antwort kommt „nichts mehr“ oder „fällt mir nichts ein“, nehmen Sie dieses wie die eine normale Antwort („und Aussage 1-x, und nichts mehr und fällt mir nichts ein, und wenn PHRASE, ist da noch etwas über PHRASE)“.  Halten Sie die Pause aus nach der vierten oder fünften wiederholt gestellten Frage.

Erläuterung: die ersten drei Fragen greifen die Aspekte auf, die der Klient sowieso schon weiß. Die vierte und fünfte sind in der Regel neue Aspekte, die sechste Frage hebt neue Lösungen aus dem Unbewussten, mit der keiner vorher rechnen konnte.

Anmerkung: Blicken Sie dem Klienten dabei nicht in die Augen, sondern schauen Sie auf den virtuellen Lösungsraum oder den virtuellen Ort, wo der Klient die Antworten sucht.

Weitere Spielregeln für die Clean Language Karten

Spielen Sie doch mal „die Waschmaschine“: https://cleanlanguage.de/clean-language-karten-loesungsorientierte-spielregel-clean-machine-die-waschmaschine/

Bildrechte

Würfelbild: dixiland / pixelio.de

Autor dieses Blogeintrags:

Hans-Peter Wellke
www.CleanLanguage.de
http://blog.wellke.de
www.SourceOfPerformance.de
www.partner-PE.de

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