Clean Machine – die neue Spielregel mit den Clean Language Karten

By 4. Dezember 2014Blog, Clean Basics

Spielend zu neuen Lösungen

kommt man mit dieser neuen lösungsorientierten Spielvariation der Clean Language Karten. Die Idee kam mir im Kreativ-Waschsalon Trommelwirbel in Nürnberg in den Sinn.Ich hatte mich dort mit dem Psychotherapeuten, Idiolektiker, Clean Language Anwender und kreativer Wortezuhörer Dr. med. Tilman Rentel verabredet, um über Idiolektik, Clean Language und Therapiemethoden zu fachsimpeln. Nicht nur das Gespräch mit ihm war inspirierend, sondern wie immer auch der Trommelwirbel. Der Erlebniswaschsalon ist im Stil der 60er Jahre eingerichtet und man erhält dort selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und Tees und sowohl die Inhaberinnen Nele und  Petra als auch deren Mitarbeiterinnen stellen eine wunderbar liebenswürdige Wohlfühl-Atmosphäre her. Also genau der richtige Ort und der richtige Partner, um eine neue Spielidee auszuprobieren und zu generieren.

Clean Machine – die Waschmaschine

Als ich im Salon meine Clean Language Karten auspackte, merkte ich, wie sehr die Karten hier in den Waschsalon passen. „Clean Language – Saubere Sprache“ passt einfach gut hierher und die kleinen runden Tische luden ein zu zwei Tassen Tee und ein Kartenspielchen. Ich möchte diese neue Spielvariation „Clean Machine“ nennen, oder wer Lust auf ein Deutsches Wort hat, nennt das Spiel einfach „die Waschmaschine“.

Die Waschmaschine befüllen – die Vorbereitungen

Keine Angst, für dieses lösungsorientierte Kartenspiel brauchst Du kein Waschpulver (Anmerkung zum „Du“: in der internationalen englischsprachigen Clean Language Community sprechen sich alle mit Vornamen an). Für „die Waschmaschine“ benötigst Du nur

  • die Clean Language Karten,
  • einen Klienten (wir nennen ihn hier der Einfachheit halber „Mitspieler“)
  • etwas zum Notieren der Antworten
  • und ca. 20-30 min Zeit.

Lösunsorientiertes Kartenspiel für Coaches, Therpeuten und Jedermann


Zuerst macht Ihr es Euch an einem freien Tisch gemütlich. Dann sortierst Du alle Joker aus sowie alle Karten mit den Fragen „Und ist da noch etwas über“ und „Und welche Art von“. Aus den „Und welche Art von“ Karten  und den „Und ist da noch etwas über“ Karten bildest Du je einen Stapel und legst diese mit dem Bild nach oben auf den Tisch. Die restlichen Karten bilden den Talon. Dieser wird umgedreht. Oben auf den Talon legst Du den Joker „Einstiegsfrage: Und was möchtest Du gerne, das[s] geschieht“ und unter den Talon den Joker mit der „Abschlussfrage: Und wenn dies alles … ist das der richtige Zeitpunkt hier aufzuhören?“. Den dritten Joker kannst Du entweder zurück in den Talon stecken oder ungenutzt aussondern.

Die Waschmaschine ins Rollen bringen – die Spielregeln

Nun stellst Du Deinem Gesprächspartner die Einstiegsfrage und notierst dessen oder deren Antwort auf Dein Blatt Papier. Dann legst Du die ersten fünf Karten vom Talon offen vor Dich hin. Anschließend stellst Du eine dieser fünf Fragen oder wählst die Karte „Und welche Art von“.

Kleine Nebenbedingung: Nur wenn Du die Frage „Und welche Art von“ gestellt hast, darfst Du anschließend auch „Und ist da noch etwas über“ stellen. Wenn Du „Ist da noch etwas über“ gestellt hast, dann darfst Du auch noch eine zweite oder dritte „Und ist da noch etwas über“ stellen. Jede Karte, deren Frage Du geäußert hast, wird auf einem extra Ablage-Stapel abgelegt. Die fünf Karten vor Dir werden aus dem Talon sofort nach ihrer Benutzung wieder ersetzt.

Ziel des Spiels – Ende des Spiels

Ziel von „die Waschmaschine“ ist lösungsorientierte Klärung. In Probleme hineinbohren ist aus verschiedenen Gründen nicht sinnvoll. Dein Klient sollte am Ende des Spiels mehr über seine angestrebte Lösung wissen als vorher. Das Waschprogramm ist zu ende, wenn Dein Mitspieler eine für ihn tragfähige Lösung gefunden hat und ihr nicht mehr weiter spielen wollt oder der Talon leer ist. Sodann stellst Du die „Abschlussfrage“.

Waschen zu zweit oder zu dritt – Spielvariation

Mit Tilman hatte ich mich im Stellen der Fragen abgewechselt. Über Blicke haben wir uns den Ball zugeworfen und der Spielpartner hat die Führung übernommen. Das war sehr angenehm. Man konnte sich eine Zeit zurücklehnen, nachdenken und überlegen, über welchen Aspekt man mehr erfahren wollte und welche Frage man als nächstes aussuchen wollte. Auch war es schön zu erleben, wie sich die Dynamik immer wieder ändert, wenn man die Rollen tauscht.

Wir haben auch ausprobiert, wie es wäre, wenn der Klient selbst auch drei Karten vor sich zur Auswahl liegen hat. Aber unsere Klientin war so mit dem Beantworten beschäftigt, dass sie gar nicht dazu kam, eine Frage auszusuchen.

Statt eigene Karten vor sich liegen zu haben könnte der Klient alternativ auch das Recht bekommen, spontan und jederzeit sich eine der sieben aufgedeckten Fragen zu einem Aspekt seiner Wahl stellen zu lassen.

Und was möchtest Du gerne, das[s] geschieht?

Lass Dich durchwaschen. Viel Spaß beim Klären der Frage.

Wir wünschen viel Freude beim Spielen. Kommentiere doch bitte diese Spielregel und teile Deine Erfahrungen mit uns oder teile Deine neuen Spielvariationen.

Danke

Mein Dank gilt an Tilman Rentel, Nele Gilch und Petra Schinz für die nette Gastfreundschaft im Trommelwirbel, die Inspiration und das gemeinsame Ausprobieren und Weiterentwickeln der Spielregel.

Weitere Spielregel

Vielleicht sind diese Spielregeln die Lösung, die Sie suchen:
http://www.cleanlanguage.de/clean-language-karten-spielregelvariationen

Bildnachweis

  • Artikelbild im Trommelwirbel: Rechte bei Trommelwirbel OHG, Nele Gilch und Petra Schinz
  • Spielkarten: Rechte bei Hans-Peter Wellke

Autor dieses Blogs:

Hans-Peter Wellke
www.CleanLanguage.de

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