Clean Language im Marketing

By 28. Oktober 2015Blog, Verschiedenes

Innovative Kreativitätsmethode für Marketingagenturen

„Gerade in unserer Marketing- und Werbewelt werden viele Metaphern zur Beschreibung verwendet. Es ist immer schwierig, die eigenen konkreten, metaphorischen inneren Bilder und Vorstellungen so zu formulieren, dass jeder am Ende das gleiche darunter versteht. Agenturen, die Clean Language & Symbolic Modelling beherrschten, würden mir als Vertriebs- oder Marketingleiter helfen, schnell herauszufinden, was man wirklich will.“ sagte Martin Hauck, Vertriebsleiter Huhtamaki, nachdem er Clean Language in der Praxis erfahren hatte.

Was ist Clean Language?

Clean Language & Symbolic Modelling nutzt die intuitiven metaphorischen Aussagen eines Gesprächspartners als Informationsquelle, Kreativzentrum und Lösungsraum.

Wem nutzt Clean Language?

  • In erster Linie nutzt Clean Language dem Gesprächspartner, weil dieser mehr über sich selbst, seine Gedanken, Prozesse, Strukturen und innere Zusammenhänge erfährt. Er generiert neue Lösungen und erlebt bei sich selbst Veränderung und Entwicklung.
  • Gleichzeitig erfährt der Clean Language Anwender mehr über die Gedanken und Vorstellungen seines Gesprächspartners.

Wer wendet Clean Language an?

  • Coaches – um Klienten bei Veränderungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten
  • Psychotherapeuten – bei Traumata, Depressionen, Neurosen, Verhaltensmusterveränderungen, Binds, Suchtproblemen
  • Lehrer – um Kindern den Zugang zu Denkstrategien zu eröffnen
  • Mediatoren – um Klienten eigene Lösungen entwickeln zu lassen
  • Eltern – um Kinder bei Lösungsprozessen zu unterstützen jenseits von Rat und Ratschlag
  • Führungskräfte – um Mitarbeiter genau zu verstehen und diese in eigenen Lösungsräumen agieren zu lassen
  • Marktforscher – bei Kundenbefragungen, um unbeeinflusste Antworten zu erhalten
  • Ärzte – um mit Patienten an die Ursache von Krankheiten zu gelangen, statt Symptome zu lindern
  • IT-Projektleiter – um genau zuzuhören und um Aufträge genau zu klären
  • und Marketingagenturen …

Wo kann man als Marketingagentur Clean Language anwenden?

1. Pre-Briefing: Das Auftragsklärungsgespräch vor dem Briefing

Ich hatte die Hypothese, dass Marketingmitarbeiter, welche eine Agentur beauftragen wollen, umfangreiche Zeit benötigen, sich auf Briefings vorzubereiten. Dazu habe ich mit zwei Marketingleitern gesprochen und ein Clean Language Gespräch ausprobiert. Das Setting: Der Proband sollte ein Thema aus dem Bereich Marketing aufgreifen, bei welchem er/sie noch nicht ausreichend Klarheit hat, um zu einem Briefing mit der Agentur einladen zu können. Meine Aufgabe sollte es sein, ihn/sie mit Clean Language Fragen dabei so zu unterstützen, dass er die notwendige Klarheit für ein Briefing hat, sich dieses und die Vorbereitung sparen kann.

Marin Hauck, Marketingleiter von Huhtamaki in Ronsberg, heute Vertriebsleiter, fasste seine Erfahrungen mit Clean Language so zusammen:

„Agenturen, die Clean Language & Symbolic Modelling beherrschten, würden mir als Vertriebs- oder Marketingleiter helfen, schnell herauszufinden, was man wirklich will.“

Und er ergänzte:

„Clean Language ist eine  effektive Methodik, um schnell an des Pudels Kern zu kommen.“

Dagmar Strunz, zum Zeitpunkt des Pre-Briefing-Tests Marketingleiterin bei MartinYale, heute bei Kiesel:

„Ich bin nun einen Schritt näher an dem Punkt, ´wie will ich das jetzt angehen, was will ich als nächstes tun?´. Der zeitliche Aufwand für die Vorbereitung eines Agentur-Briefings ist sehr hoch. Mit Clean Language und einem Pre-Briefing würde  ich mir Zeit zur Vorbereitung auf Briefings sparen.“

Im weitere Gespräch ergänzte sie:

„Ich kann mir auch vorstellen, dass sich eine Agentur ganz dafür entscheiden könnte, mit der Methode zu arbeiten.  Mit Clean Language würde eine Agentur dem Kunden noch mehr Service bieten,

  • weil sich der Kunde Zeit spart zur Vorbereitung der Briefings.
  • weil man sich diesen Tick an Kreativität in einem Briefing noch zusätzlich gönnt.
  • weil man den Kunden ein bisschen weiter vorne abholen kann.
  • weil es ein Gefühl gibt von „der hat mich richtig gut verstanden“.
  • weil man gemeinsam Lösungsansätze entwickelt.
  • weil die Gefahr, dass man falsch interpretiert wird, dann auch kleiner ist.
  • Man hat immer wieder Denkansätze, die sich lohnen, weiter herauszuarbeiten. Die werden mit Clean Language klar.
  • Die Agenturen fragen einen auch immer wieder dieselben Sachen. Daher finde ich es gut, wenn man mal seine Gedanken aus einer anderen Perspektive sieht.“

Resümee von Dagmar Strunz:

„Wenn eine Agentur Clean Language beherrschte, würde ich kein ganzes Briefing mehr schreiben, weil das mit Clean Language geführte Pre-Briefing ja zu einem Briefing führt.“

2. Kreativitätsprozesse im Team
(mit und ohne Kunden)

Die im Gespräch verwendeten Metaphern sind eine Quelle der Inspiration. Mit Hilfe von Clean Language kann man den Raum und die Tiefen von Metaphern als Quelle nutzen. Man kann tieferliegende Hintergründe, Intuitionen und Gedanken klären. Man kann Zusammenhänge zwischen Metaphern herstellen und neue Metaphern synergetisch transformieren, welche neue Lösungsräume eröffnen. Sie wird mit Clean Language ein unerschöpflicher Lösungsraum genutzt.

„Ich kann mir Clean Language auch mit mehreren Personen vorstellen, als unterstützter Denk- und Kreativitätsprozess.“ Dagmar Strunz

3. Auftragsklärungsgespräch

Der Kunde wird wörtlich genommen und fühlt sich in einer besonderen Weise angenommen und verstanden. Das Auftragsklärungsgespräch für Aufträge und Projekte kann mit Hilfe von Clean Language so geführt werden, dass am Ende die Agentur alle Hintergründe und Tiefen klar kennt, aber auch der Auftraggeber sich geklärt und verstanden führt.

Wie läuft Clean Language ab?

Man fragt den Kunden etwa im oben beschriebenen Pre-Briefing: Worüber möchten Sie gerne mehr Klarheit haben?

Kunden: Über die neue Marketingmaßnahme.
Agentur: Und „über die neue Marketingmaßnahme“. Und wenn „Marketingmaßnahme“, was möchten Sie gerne, das[s] mit „Marketingmaßnahme“ geschieht?
Kunde: Ich möchte gerne, dass die Marketingmaßnahme die Leute vom Hocker reißt und die bewirkt, dass man uns die Bude einrennt, um unsere Produkte zu bekommen.“
Agentur: …

Nun beginnt man mit diesem Antwortsatz zu arbeiten. Man erhielt als Antwort eine Fülle von Einzelworten, die es sich lohnt genauer zu betrachten:

  • Welche Art von „Marketingmaßnahme ist eine Marketingmaßnahme, die Leute vom Hocker reißt und dass man uns die Bude einrennt, um …“
  • Und „die Marketingmaßnahme“ und wenn „die“ ist da noch etwas über „die“ welche die Marketingmaßnahme ist, die Leute vom Hocker reißt …“
  • … (jedes einzelne Wort oder Wortkombinationen aus dem Antwortsatz)

Und man erhielt vier Metaphern: „DIE Marketingmaßnahme“, „die Leute vom Hocker reißt“ und „die Bude einrennt“ und „unsere Produkte bekommen“.

Metaphern sind DER Schlüssel zu inneren Denkwelten und inneren Vorstellungen.

Wie funktioniert Clean Language?

Man benutzt nur und ausschließlich die Worte des Kunden, ohne zu ergänzen, zu verändern, zu interpretieren oder assoziativ zu erweitern.

Ein festgelegtes Fragen-Set unterstützt beim Entwickeln der Metaphern und beim Navigieren in Metaphern-Welten.

Man verwendet eine bestimmte Art von Grammatik, die es dem Kunden ermöglicht, ganz bei sich und sinene Worten zu bleiben und es ihm erleichtert, seine Aufmerksamkeit auf Aspekte seiner Aussagen zu lenken.

Die Grundhaltung, sich selbst aus den Inhalten und Denkvorgängen des Kunden herauszuhalten, um ganz und in Reinform, Informationen des Kunden zu erhalten.

Eine hohe Aufmerksamkeit für Metaphern und Symbole, die in der Sprache des Kunden eingebettet sind.

Genaues Hinschauen und Hinhören, um auch bestimmte Betonungen, personenspezifische Eigenheiten und non-verbale Informationen aufgreifen zu können.

Wie lernt man Clean Language für Marketing?

  • In unserer offenen Seminaren.
  • Als Inhouse-Seminar in Ihrer Marketingagentur oder Marketingabteilung
  • Als Kombination von „inhouse“ mit „Skype/Telefontraining“

Entwickeln Sie mit uns Ihr für Sie passendes Konzept. – Achtung: Es könnte sein, dass wir genau zuhören 😉

Autor dieses Blogs

Hans-Peter Wellke
www.CleanLanguage.de

 

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